3-Gang Menü - Das perfekte Dinner -

Vor einiger Zeit habe ich mit meinen Mädels beschlossen, untereinander eine eigene "Das perfekte Dinne" Runde zu machen. Los ging es bei Maike und ich war nun als 2ter an der Reihe. Habe erst überlegt euch die Gänge einzeln vorzustellen, aber ich mache jetzt alles zusammen. Ist vielleicht auch mal interessant ein komplettes Dinner mit Rezepten geliefert zu bekommen. Also wird dieser Post etwas länger als normal.

Als Motto habe ich mir "Flotter 3er der 4 Elemente" ausgesucht.  Das hier war meine Menükarte, anhand der ihr mal einen Überblick bekommt, was gleich auf euch zu kommt:)


Ich hatte das Dinner am 6.12., daher der Bezug zum Nikolaus auf der Karte. Außerdem habe ich meine Tischdeko der Weihnachts-/Nikolaus-/Schneestimmung angepasst:





So, dann starten wir mal mit dem Amuse Buche und dem Aperitif. Dort hatte ich das Element Erde. Es gab einen Ingwer-Aperitif mit Blätterteigsternen aus Pilzen, Kürbis und Zwiebeln.


Als Aperitif gab es die INGE. Dieser besteht aus 1/3 Ingwersirup (gekauft oder selbst gemacht) und 2/3 Prosecco. Ich habe noch einen Spritzer Limettensaft dazu gegeben. Dann natürlich etwas Eis und ein-zwei Stückchen frischen Inwger dazu. Fertig. Ich finde ihn super erfrischend und mal was anderes als Hugo;)

Als Amuse Buche gab es dann Blätterteigteilchen mit 3 verschiedenen "Toppings", natürlich alle passend zum Thema Erde. Einmal eine Pilzmischung, eine Zwiebelcreme und ein Kürbischutney. Alle natürlich selbst gemacht.



Die Zwiebelcreme kennt denke ich mittlerweise jeder: 1 Päckchen Zwiebelsuppe mit einem Becher Schmand verrühren. Dann habe ich noch grob gehobelten Parmesan darunter gegeben.

Für die Pilzmischung eine Hand voll Pilze ganz klein schneiden. In einer heißen Pfanne mit etwas Butter und frisch geschnittenen Pilzen dünsten. Mit frischen Kräutern (TK- Mischung 7 Kräuter zum Beispiel) und Salz und Pfeffer abschmecken. Ebenfalls etwas Parmesan unterheben.

Für das Kürbischutney eine Hand voll Kürbiswürfel zusammen mit einer Zwiebel, Knoblauch und Chili weich kochen. Dann klein gehackte Pinienkerne dazu geben und wieder etwas Parmesan dazu.

Diese Mischungen dann auf einen Blätterteig geben. Entweder ihr schneidet euch Quadrate oder stecht sie euch in Form. Ich habe Sterne ausgestochen. Außerdem habe ich noch einen 4ten Stern gemacht, in den ich mit Hilfe eines Keksstempels die Namen hineingestempelt habe.


Weiter geht es mit der 

Vorspeise


Dort hatte ich das Element Wasser. Es gab Sashimi vom Lachs und Thunfisch mit Riesengarnele, Avocadocreme und Tomatensalat an Wasabischaum.


Sashimi bedeutet einfach, dass ihr feine Streifen vom rohen Fisch serviert. Dazu braucht ihr unbedingt frischen Fisch und keine TK-Ware! Sagt an der Fischtheke bitte, dass ihr Sushiqualität benötigt. Der Fisch wird dann nur noch mit Salz und Pfeffer gewürzt und angerichtet. Durch den Wasabischaum habt ihr ausreichend Würze in der Vorspeise! Die Riesengarnelen (wenn ihr schon da seid) bitte auch frisch von der Fischtheke kaufen.  Diese kurz vorm Anrichten einmal zu 2/3 einschneiden, würzen und aufrecht "sitzend"  ca. 1-2 Minuten anbraten.

Die Avocadocreme ist sehr simpel. Das Fruchtfleisch einer reifen Avocado mit 2 EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Chili und 200g Schmand klein pürieren. Dann frische, klein geschnittene Lauchzwiebeln darunter geben und nochmal mit Zitronensaft abschmecken.

Für den Wasabischaum braucht ihr 200ml Schlagsahne und Wasabi. Die Sahne steif schlagen und  dann ca. 2 EL Wasabi dazu geben. Außerdem etwas Salz und Pfeffer. Abschmecken, ob es euch scharf genug ist. Wenn nicht, etwas mehr Wasabi dazu geben. 

In der Mitte des Tellers seht ihr den Tomatensalat. Ich habe dafür nur gelbe Tomaten genommen und diese mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer und frischen Kräutern angemacht. 


Auf der Avocadocreme habe ich noch Rote-Beete Kresse und neben dem Sashimi 2 Punkte Chilisoße, rein für die Optik.

Kommen wir zur 

Hauptspeise


die dem Thema Luft gewidmet wurde.  Es gab krosse, mit Honig glasierte Entenbrust an Süßkartoffelpüree und (Flug-) Mangosoße mit grünem Spargel.


Die Mangosoße und das Püree können schon einen Tag/ einige Stunden vorher vorbereitet werden. 

Süßkartoffelpüree

750g Süßkartoffeln
300ml Kokosmilch (alternativ Sahne)
2 EL Butter
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Die Süßkartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden und in heißem Wasser ca. 15-20 Minuten richtig weich kochen. Wasser abschütten und Butter und Kokosmilch / Sahne dazu geben. Mit dem Pürierstab klein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.


Mangosoße

2 reife (Flug) Mango
200 ml Weißwein
200ml Geflügelfond
150ml Sahne
1 Chili, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Stückchen Ingwer
Salz, Pfeffer, Honig


Die Mangos, Zwiebel, Chili, Ingwer und Knoblauch in kleine Stücke schneiden und mit etwas Butter andünsten. Mit Weißwein ablöschen und etwas einköcheln lassen. Dann alles einmal grob pürieren.       ( Wer es ganz fein haben möchte kann auch alles ganz klein pürieren und danach durch ein Sieb streichen). Geflügelfond dazu geben und weiter einkochen lassen, so dass mind. 1/2 der Flüssigkeit verkocht ist. Sahne dazu geben und weiter köcheln lassen. Dann mit Salz, Pfeffer und ggfs. Honig abschmecken (Kommt darauf an, wie süß/reif die Mango war).

Grüner Spargel

Die Enden des Spargels unten abschneiden. Den Spargel in einen Topf mit heißem Wasser ca. 5 Minuten kochen. Versucht mal mit der Gabel, ob er schon etwas weich ist. Er sollte nicht mehr hart, aber auch nicht zu weich sein. Dann gebt ihr den Spargel in eine Schüssel die ihr vorher schon bereit gestellt habt: Diese enthält Eiswürfel und 2/3 kaltes Wasser. Gebt den Spargel hinein- diesen Vorgang nennt man blanchieren. Man stoppt dadurch den Garprozess und der Spargel behält seine Farbe. So hält sich der Spargel auch einige Stunden im Kühlschrank. Während die Ente dann im Ofen ist, könnt ihr eine Pfanne mit etwas Butter erhitzen, dann den Spargel hineingeben und Salz, Pfeffer und Zucker dazu geben, so dass der Spargel beim anbraten etwas karamellisiert. Insgesamt sollte der "Bratvorgang" nicht länger als ein paar Minuten dauern, damit er noch schön knackig bleibt.



Entenbrust

pro Person je 1 Entenbrust
Honig
Salz, Pfeffer
Butter und Öl

Ich habe meine Entenbrust frisch aus meiner Lieblingsmetzgerei, also keine TK Brust. Ja,es ist teuer aber es lohnt sich wirklich!! Die Entenbrust vorbereiten indem ihr auf der Fleischseite die Sehnen und die Silberhaut entfernt. Dann mit einem sehr scharfen Messer die Haut rautenförmig einritzt. Passt auf, dass ihr nicht bis ins Fleisch schneidet. Den Backofen auf ca.  100 Grad vorheizen. Eine Pfanne mit Öl und Butter richtig, richtig heiß werden lassen. Die Entenbrust dann auf der Hautseite ca. 3-4 Minuten scharf anbraten. (Achtung , es spritzt! Deckel drauf;)). Nach 3 Minuten mal die Farbe kontrollieren. Ist die Haut schon schön braun und kross, könnt ihr die Entenbrust umdrehen und ca. 1 Minute auf der Fleischseite anbraten. Dann mit der Hautseite nach oben auf ein Backofen-Gitter geben, mit Honig einstreichen und ca. 10 -15 Minuten lang weiter garen. Die Entenbrust sollte schön rosa serviert werden, aber Geschmäcker sind verschieden. Fragt eure Gäste, die etwas Älteren mögen es lieber etwas mehr durch. Ich taste mal nach 10 Minuten die Brust ab (hoho) und je nach Gefühl schneide ich sie probehalber mal an. Die Pfanne nicht ausschalten sondern warm halten. Kurz bevor ihr das Fleisch rausnehmt, wieder die Pfanne richtig erhitzen und die Entenbruste noch einmal scharf auf der Hautseite ca. 30sek anbraten. Dadurch wird sie richtig kross. Lasst sie ca. 1 Minute liegen. Dann könnt ihr sie streifenförmig anschneiden und so servieren.



So, damit wäre dieser Gang auch schon geschafft und wir kommen zum süßen Finale. Dem

Dessert

Ihr habt schön aufgepasst, also wisst ihr, dass nur noch das Element Feuer fehlt. Es gibt ein Lava-Törtchen, Crème Brûlée und karamellisierte und flambierte Ananas mit Granatapfel.



Das Rezept für das Schokotörtchen mit flüssigem Kern (Lava-Kuchen) habe ich euch schon einmal vorgestellt. Ihr findet es HIER


Mein absolutes Lieblingsdessert ist Crème Brûlée. Sobald ich in Restaurants die Gelegenheit bekomme, bestelle ich es mir. Leider bin ich dabei aber auch schon oft auf die Nase gefallen. Man glaubt gar nicht, wie oft Fertigprodukte benutzt werden. Ich habe aber für mich mittlerweile DAS perfekte Rezept gefunden. Dafür müsst ihr aber mind. 1 Tag vorher anfangen, da die Mischung 1 Nacht im Kühlschrank stehen sollte. Außerdem braucht ihr einen Bunsenbrenner, den man mittlerweile in jedem größeren Supermarkt bei den Back- und Kochsachen finden kann!

Melina's Crème Brûlée

500ml Sahne
100ml Milch
80g brauner Zucker
4 Eigelb
1 Vanilleschote

Die Vanilleschote auskratzen. Das Mark mit Sahne, Milch und Zucker vermischen. Dann das Eigelb dazu geben und am besten alles mit dem Handmixer (oder auch Mixer) verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In ein hohes Gefäß füllen und die ausgekrazte Vanilleschote hineingeben. Über Nacht in den Kühlschrank stellen und durchziehen lassen.

Am nächsten Tag noch einmal gut durchmischen, damit sich das Vanillemark wieder gut verteilt. In feuerfeste Förmchen füllen. Diese auf ein Backblech stellen und das Blech bis zum Rand mit heißem Wasser füllen.  Bei 150 Grad ca. 40 - 45min. "backen". Nach 30min kontrollieren. Sollte die Créme dann schon Blässchen werfen, die Temperatur etwas herunter schalten.

Die Förmchen vorsichtig aus dem Ofen nehmen und kalt stellen. Sie halten sich auch so einige Tage im Kühlschrank, so dass sich dieses Dessert super vorbereiten lässt. 

Kurz vor dem Servieren gebt ihr braunen Zucker über die Crème und karamellisiert diesen mit dem Bunsenbrenner.

Karamellisierte Ananas mit Granatapfelkernen

Die Granatapfelkerne aus der Schale lösen und in ein Sieb geben. Ruhig auch über Nacht, so dass die Kerne nicht mehr nass sind.  100g brauner Zucker mit 3 EL Wasser in eine Pfanne geben und aufkochen lassen. Warten bis es braun karamellisiert ist und dann 100ml Sahne und 2 EL Butter dazu geben. Die frisch geschnittenen Ananasstücke dazu geben und darin wenden. Alles gut verrühren, so dass es cremig wird. Wer will kann jetzt noch einen Schuss Amaretto dazu geben und das ganze flambieren.  Zum Schluss erst die Granatapfelkerne dazu geben, sonst wird alles rot.


Die Crème habe ich mit einem Minzblatt angerichtet, außerdem noch frische Himbeeren und einen Marzipan-Niko dazu gegeben. Das gelbe links ist frische Maracuja, ich liiiiiieeehiiiiebe frische Maracuja und hatte Lust drauf. Ist auch ein schöner Kontrast zur Süße der Ananas.


Sooo PUH. Geschafft. Bin gespannt, ob es jemand nachmacht und was ihr dazu sagt?















1 Kommentar:

  1. Eine schöne Idee und alles sieht so lecker aus! Den Aperitif hab ich so auch noch nie gesehen.

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