Tutorial - Cake-Pops - wie fange ich an?


 
Cake-Pops, diese kleinen, niedlichen Kuchen am Stiel oder auch Kuchenlollies genannt. Sie werden immer beliebte aber oft traut man sich nicht ran, sie nachzumachen. Ich habe euch hier ja schon einige meiner Kreationen vorgestellt, aber ich dachte mir, ich mache euch mal eine genaue Herstellungs-Übersicht.

Heute erkläre ich euch also , Step by Step, wie Cake-Pops hergestellt werden, worauf ihr achten müsst und welche Möglichkeiten der Verzierung bzw. der Abwandlung bestehen.

Ihr braucht grundsätzlich 4 Dinge zur Herstellung:

1. Kuchen
2. Frosting
3. Glasur
4. Stiele und Zubehör


DIE MENGENANGABEN ERGEBEN ca. 30 CAKE-POPS!

1. Der Kuchen

Es eignen sich eigentlich alle trockenen Kuchen. Also ob Biskuitböden oder einfache Rührteige, Hauptsache nicht zu feucht. Wenn es mal schnell gehen muss, darf es auch mal ein fertiger Biskuit-Obstboden sein. Ich benutze immer dieses einfache Rührteig Rezept:

250g weiche Butter
200g Zucker
4 Eier
270g Mehl
1 Päckchen Backpulver
5 EL Flüssigkeit

Flüssigkeit: Hier könnt ihr euer Kreativität freien Lauf lassen. Eierlikör, Amaretto, Rum, Kokoslikör   oder einfach nur Milch, Kakao oder Saft. Ich würde nur empfehlen, dass es ohne Kohlensäure ist, da der Teig sonst zu sehr sprudelt;)

Zucker mit Butter richtig schaumig schlagen. Eier darunter mischen.  Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls darunter mischen. Flüssigkeit dazu geben.

Den Teig in eine Springform füllen und bei 180 Grad ca. 45 Minuten backen.  Gut auskühlen lassen. Am Besten ist, ihr bereitet den Kuchen immer 1 Tag vorher zu.

Wenn der Teig ausgekühlt ist, bröselt ihr ihn ganz klein. Fast so, dass es aussieht wie Paniermehl. Falls der Kuchen außern herum etwas angebrannt ist, oder der Rand ist etwas zu hart - schneidet das einfach weg!


2. Das Frosting

Es gibt verschiedene Varianten. Ich benutzte nur Frischkäse-Frosting, da es meiner Meinung nach nicht so schrecklich süß ist und man damit sehr variabel ist.

140g Frischkäse
250g Puderzucker
6 EL Flüssigkeit 

Flüssigkeit: Erklärung siehe oben. Ich würde empfehlen die gleiche Flüssigkeit zu nehmen, wie im Teig. 


2a. Die Herstellung der Cake-Pops



Das Frosting wird jetzt mit den Kuchenbröseln vermischt. Ich benutze dafür immer Einweg-Handschuhe. Man hat dann die Finger nicht so schrecklich verklebt und das Rollen geht später auch einfacher. Alles gut verkneten. Der "Teig" sollte eine Konsistenz haben, die nicht zu nass ist. Hebt euch am Besten etwas von den Kuchenbröseln auf, um diese dann Notfalls noch untermischen zu können. Wenn ihr das Vergessen habt, könnt ihr noch auf Paniermehl oder einfaches Mehl zurückgreifen, das würde ich allerdings nur machen, wenn es unbedingt sein muss!

Nun werden die Kugeln gerollt. Ich wiege dafür immer den Teig für jede Kugel vorher ab. Das nervt zwar am Anfang, aber irgendwann hat man auch das Gefühl dafür und braucht die Waage nicht mehr. Bei mir hat jede Kugel 25g. Das ist meiner Meinung nach das "Ideal-Gewicht". Sie dürfen nämlich nicht zu schwer sein, sonst rutschen sie euch vom Stiel.


Sind die Kugeln fertig gerollt kommen sie für 10 Minuten ins Eisfach oder für 20 Minuten in den Kühlschrank. Sie dürfen auf keinen Fall einfrieren sondern nur etwas gekühlt sein. Ich setze die Kugeln immer auf einen flachen Teller. 

Nehmt die Kugeln danach wieder aus dem Eisfach/Kühlschrank heraus und lasst sie ca. 5 Minuten stehen, bevor ihr mit der Glasur anfangt. Das habe ich anfangs oft falsch gemacht, aber wenn ihr direkt die stark gekühlten Kugeln in die Glasur tunkt, könnte es euch passieren, dass diese später beim Trocknen reißen, da sich der Teig dann etwas ausdehnt.

3. Glasur

Hier gibt es natürlich auch wieder viele verschiedene Möglichkeiten.

Die einfachste ist Kuvertüre. Ihr könnt sie im Wasserbad schmelzen oder in der Mikrowelle. Mein Tipp: Aldi hat tolle Kuvertüre-Becher, allerdings nur saisonbedingt (Also bunkern ;-)). Die kann man schnell in der Mikrowelle erwärmen und sie haben genau die richtige Höhe/Tiefe um die Cake-Pops hinein zu tunken. 

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die weiße Kuvertüre einzufärben. Dafür könnt ihr allerdings nicht die handelsüblichen Lebensmittelfarben nehmen, sondern müsst dafür spezielle, fettlösende Farben nehmen (oft Pulver- oder Gelfarben). Diese könnt ihr in den bekannte Tortenshops, bei Amazon etc finden.

Einfacher ist es natürlich, direkt eingefärbte Kuvertüre zu kaufen. Die so genannten Candy Melts oder auch Cake-Pop Glasur. Auch zu bekommen in Tortenshops oder bei Amazon. In den großen Städten gibt es auch immer mehr Tortenshops, aber in meiner Nähe leider nicht. Diese Candy Melts sind zwar oft nicht billig, aber man braucht für gewöhnlich auch nicht viel davon, also reichen sie eine ganze Weile. WICHTIG : Ich habe es auch erst nach Internet Recherche heraus gefunden, kurz vor der Verzweiflung : Die Candy Melts werde wie Kuvertüre über dem Wasserbad erhitzt oder in der Mikro erwärmt. Wichtig ist allerdings, dass ihr immer etwas Fett oder Öl (ich nehme immer Kokosfett) dazu gibt. Wenn nicht, haben sie eher eine dicke, cremige Konsistenz und die Cake-Pops lassen sich nicht gut darin färben.

Habt ihr die Kuvertüre/Glasur/CandyMelts flüssig, kommen 2 wichtige Arbeitsschritte:


Step 1:  Um zu verhindern, dass die Cake-Pops vom Stiel rutschen und wirklich fest darauf sitzen, taucht man die Stiele ca. 2 cm in die geschmolzene Glasur und steckt sie dann direkt in die Teigkugel. Diese Konstruktion wird dann entweder aufgespießt oder wieder auf die Alu-Folie gesetzt. Ca. 5 Minuten trocknen lassen. 




Step 2: Jetzt kommt das eigentliche "glasieren". Dafür tunkt ihr den Cake-Pop in die Glasur. Lasst die Glasur etwas abtropfen und haltet den Cake-Pop am Besten etwas schräg. Wer sich traut, kann auch ganz vorsichtig die Glasur abklopfen, indem ihr mit dem Stil auf den Schüsselrand klopft. Wenn ihr "sitzende" Cake-Pops möchtet, setzt ihr sie auf Alu-Folie. Für "stehende" werde diese aufgespießt.


4. Stiele und Zubehör

Wie bei allen anderen Dingen gibt es natürlich hier auch zahlreiche Varianten. Wer es einfach mag, nimmt die Schaschlik-Spieße aus dem Supermarkt. In Backshops oder bei Amazon findet ihr aber auch weiße Lollie-Stiele. Was auch beliebt ist, sind feste Papierstrohhalme, die es in zahlreichen Varianten und Farben gibt. 

Als Zubehör ist am Wichtigsten, dass ihr etwas habt worin ihr die Cake-Pops stecken könnt, zum Trocknen, servieren oder transportieren. Natürlich könnt ihr euch diese Halterungen (für viel Geld) kaufen. Ich sammle immer Styropor. Man schimpft immer über den Abfall in den Päckchen, aber ab jetzt werdet ihr auf jedes Styropor-Stückchen stürzen. Die Cake-Pops haben darin super Halt und außerdem hat man die Möglichkeit, das Styropor z.b. mit Geschenkpapier oder Stoff zu umhüllen, passend zum Thema oder Motto.


Also Dekoration eignet sich sehr viel. Schoko- und Zuckerstreusel sind da noch das Einfachste. Es gibt Zuckeraugen und allerlei sonstige Spielereien. Oft müsst ihr einfach eure Kreativität loslassen, in den entsprechenden Rezepten nachlesen oder auf den Bilder schauen, wie dies oder das gemacht wurde.


Sonstiges:

Fertig glasierte Cake-Pops eignen sich nicht zum einfrieren. Die Glasur taut dann mit auf und kleckert, die Kuvertüre läuft an. Was allerdings möglich ist, ist die fertig gerollten Kugeln einzufrieren. Das mache ich öfters, denn so hat man die Kugeln schnell mal zur Hand. Da müsst ihr dann nur darauf achten, dass die Pops in Ruhe auftauen und beim Glasieren nicht zu kalt sind. Ich lasse sie immer über Nacht im Kühlschrank auftauen und vor der Glasur nochmal 15 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.

Zu guter Letzt habe ich euch hier mal eine Liste zusammengestellt, über die Cake-Pops die ihr schon hier auf meinem Blog finden könnt.

Ich hoffe, dass ich alles verständlich beschrieben habe. Scheut euch nicht, nachzufragen!


Übersicht Melina´s Cake-Pops

Hochzeit


Ostern


Weihnachten:


Halloween:


Sonstiges: